Unsere Stücke

 

Bisher aufgeführt:

2015: Hier sind Sie richtig! von Marc Camoletti

Vier Damen wohnen zusammen in einer Wohnung. Jede hat ihre eigenen Interessen, die sie mit Hilfe einer Annonce wahrzunehmen sucht. Da die Herren Interessenten jedoch grundsätzlich erst einmal an die Falsche geraten, entwickelt sich ein ziemliches Durcheinander.
Nach dem vorherigen ernsten Stück und der langen Pause haben wir uns mit einem echten Boulevard-Stück zurückgemeldet.

 

2009: Die 12 Geschworenen von Reginald Rose

Zwölf sehr unterschiedliche Menschen sollen darüber entscheiden, ob ein junger, des Mordes angeklagter Mann zum Tode verurteilt oder freigesprochen werden soll.
Zu schildern, wie sich diese Geschworenen bei der Konfliktlösung in einem abgeschlossenen Raum verhalten, war auch für uns kein leichter Brocken und ging mitunter an die Substanz. Dennoch, oder vielleicht gerade aus diesem Grund, war das Gerichtsdrama für alle Mitspieler ein interessantes Stück - und, so denken wir, auch für die Zuschauer.

 

2007: Pension Schöller von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby

Ein Boulevard-Klassiker, oft verfilmt von Theo Lingen bis Harald Juhnke...
Pensionär Klapproth will unbedingt einmal eine moderne Irrenanstalt von innen sehen. Um diesen Wunsch erfüllt zu bekommen, stellt er seinem Neffen für das entsprechende Arrangement das dringend benötigte Geld in Aussicht. Neffe Alfred ist in der Zwickmühle... und trifft eine folgenschwere Entscheidung: Rentier Klapproth gerät in Abenteuer, die er sich so nicht vorgestellt hat.
Ein echter Brüller.

 

2006: Was Ihr Wollt von William Shakespeare.

Noch ein Shakespeare!
Viola strandet nach Schiffbruch, ihr Zwillingsbruder Sebastian auch. Traurigerweise wissen sie nicht, dass ihr Geschwister überlebt hat und versuchen, ihr Überleben zu fristen. So geraten beide in ein amouröses Durcheinander, das Shakespeare sehr vergnüglich in Szene gesetzt hat.
Wie schreibt Wilhelm Busch doch so schön: "Man sieht dass es Spektakel gibt, wenn man sich durcheinander liebt..."

 

2005: Othello darf nicht platzen von Ken Ludwig.

Boulevard-Theater vom Feinsten: Ein Grand-Hotel, ein großer Tenor; die High Society wartet in feinen Theater-Roben...
Was für ein furchtbares Durcheinander, wenn der Tenor ganz ungeplantermaßen nicht zum Einsatz kommen kann!
Was dann zur Abwendung eines kulturellen und finanziellen Desasters auf den Opernchef zukommt, und was sich daraus natürlich fast zwingendermaßen ergibt, hat der Autor in einer herrlich spritzigen Komödie umgesetzt. Es hat viel Spaß gemacht, sich in edlen Roben in nobler Umgebung zu bewegen und ganz menschliche Anwandlungen auszuspielen.

 

2003: Geliebte Aphrodite nach einem Drehbuch von Woody Allen

Die tragikomische Art Woody Allens, zwischenmenschliche Beziehungen zu betrachten und die Verwendung eines Film-Drehbuchs als Theaterstück reizten uns sehr.
Wie es in Lennys und Amandas Ehe kriselt, wie Lenny verbotenerweise herausfindet, wer die Mutter des adoptierten, hochintelligenten Kindes ist und wie er damit zurecht kommt (oder auch nicht...); dies und jede Menge nicht jugendfreie Ausdrücke erfuhren die Zuschauer während der Aufführungen, in denen auch diverse Sagengestalten sowie ein griechischer Chor mitmischten, für den die Bildhauerin Charlott Szukala die Masken schuf.

 

2002: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare

Seit unserer Premiere in Oberrodenbach sind also zehn Jahre vergangen, und nach zwei Fehlstarts mit dem größten aller Barden wollten wir sehen, ob wir nicht doch endlich einen Shakespeare hinkriegen.
Die Auswahl war freilich schwer, aber wir nahmen den Sommernachtstraum, weil der von allem etwas enthält – Liebe, Intrigen, Zauberei und Tölpelei. Wir tobten uns gute zwei Jahre lang an dem Stück aus, bauten eine eigene Übersetzung Wort für Wort zusammen, ohne das Versmaß zu zerstören, und zeigten dann dem Publikum, ob und wie wir den Sommernachtstraum verstanden haben.

 

2000: Der Gefangene aus der Zweiten Straße von Neil Simon

Sechs Monate im Leben des resignierten, gefeuerten, Midlife-Crisis- und Burnout-gebeutelten New Yorkers Mel Edison – einmal Hölle und zurück. Zusammen mit seiner treuen Frau Edna begleitet der Zuschauer das Ehepaar durch alle Höhen und Tiefen des normalen Wahnsinns.
In irrwitzigen Dialogen gelingt Autor Simon immer ein sehr entlarvender Blick auf die Erfordernisse und Maßstäbe menschlichen Miteinanders.
Verfilmt wurde das Stück mit Jack Lemmon und Anne Bancroft als „Das Nervenbündel“.
Bereits 1994 hatte unsere Gruppe mit einem berühmten Werk des Autors Kontakt: „Ein seltsames Paar“.

 

1999: Der eingebildete Kranke von Moliére

Weil die Commedia dell’Arte eine der wichtigsten Wurzeln des heutigen Klamauks ist, widmeten wir uns nun dem Barock.
Wir wählten nicht nur ein barockes Stück, sondern machten uns auch über die barocke Art des Theaterspielens lustig.
Anlässlich des Themas stellte uns die Ronneburg-Apotheke eine Menge barocker Arzt-Instrumente für eine Publikums-Ausstellung zur Verfügung.

 

1998: Bunbury von Oscar Wilde

Zu unserem Umzug nach Langenselbold wollten wir natürlich etwas ganz besonderes bieten.
Wir führten „Bunbury“ auf, obwohl es eines jener Stücke ist, in denen viel geredet wird und wenig passiert.
Dieser Herausforderung stellten wir uns, weil wir bereits mit harter Dialog-Regie gearbeitet hatten und weil wir gerne wissen wollte, wie man damit eine zutiefst britische Gesellschaftskomödie meistern kann.
Wir ersannen ein dekadentes, artistisches Halb-Bühnenbild, das auf seine eigene Künstlichkeit verweisen sollte, eben so, wie der Autor die Künstlichkeit in seinen Stücken pflegte und persiflierte.

 

1997: Oscar von Claude Magnier

Nach so vielen spezialisierten Theaterstücken sehnten wir uns wieder nach Klamauk.
Aber es sollte ein besonderer Klamauk sein. Sie erinnern sich an Louis de Funés und seine drei Koffer? Einer voller Geld, einer voller Juwelen, und einer voller Damenwäsche? Das wollten wir auf die Bühne bringen. Und wir haben. Samt Blumentapete und Vivi-Bach-Look. Ruth Dröse nannte uns ein „Pandämonium von Knallchargen“, man sieht also, dass das Stück bei ihr gewirkt hat.
Wir hatten das große Vergnügen, dieses Bonbon im Theaterzelt der Hanauer Amateurtheatertage zu zünden. Zugleich markierte es unseren Abschied von Oberrodenbach.

 

1996: Flemming von Sam Bobrick

Es war Zeit, ein ganzes Genre zu schlachten: In der Krimi-Parodie „Flemming“ fehlt nichts, was einem anständigen Bogart-Film genauso gut zu Gesicht stünde wie einer wöchentlichen Folge „Magnum“.
Wir hatten Detektive, echte und falsche; Weiber, treue und verruchte, wir hatten Cocktails und eine Leiche, einen Cop und einen Gangster, einen Millionär und neugierige Nachbarn.
Es gab unerklärliche Kostümwechsel und Geheimgänge, tausend Wendungen in der Handlung und ein Ende, das keiner verstand. Viel Blut. Und unnötig viel Tote. Es war herrlich.

 

1995: Ein Inspektor kommt von John B. Priestley

Dieses Drama markierte einen wichtigen Schritt in der Charakter- und Dialogarbeit, denn es bestand nur aus Charakter und Dialog.
In einer quälenden, verhörartigen Beweisführung muss eine komplette Familie fünf Akte lang ihrer eigenen Unmoral ins Gesicht sehen.
Der fiktive Anlass dieses Verhörs durch einen mysteriösen Inspektor ist der angebliche Freitod eines unbekannten Mädchens.
Wir haben es so düster und schlüssig wie möglich versucht und hoffen, dass es spannend war, auch wenn es weder Lacher noch Leichen gab.

 

1994: Gefährliches Spiel von David Lawton

Nun sollte es endlich mal spannend werden: wir wollten Intrigen, Psychospielchen, Mord und Angst.
Der Thriller „Gefährliches Spiel“ bot all das. Gastgeber & Sadist Jason Bradbury hat sich seine liebsten Verwandten in seine Villa eingeladen, um einen Abend lang zu beweisen, dass Menschen ihr wahres Gesicht zeigen, wenn man sie nur genügend demütigt.
Natürlich hat er recht, und natürlich geht er deshalb drauf.

 

Im selben Jahr: Ein seltsames Paar von Neil Simon

Mehr aus Übermut als aus Notwendigkeit setzten wir auf den Thriller binnen weniger Monate noch einen drauf.
Den Matthau-Lemmon-Klassiker um die Junggesellen Oscar und Felix hatten wir schon lange im Auge - das war somit das erste Stück, das einer Wunschliste entsprang.
Im Fernsehen lief die Geschichte als „Männerwirtschaft“ mit Tony Randall und Jack „Quincy“ Klugman.

 

1993: Endspurt von Peter Ustinov

Weil Ustinov so witzige, altkluge Texte schreibt, wagten wir mit unserem zweiten Stück einen Spagat zwischen Unterhaltung und Anspruch, den wir seitdem beibehalten haben.
In diesem klugen und ein wenig phantastischen Stück geht es um einen alten Mann, der sein Leben Revue passieren lässt und dabei seinen jüngeren Ichs begegnet. Die unterschiedlichen Generationen ein und desselben Mannes haben mitunter wenig Verständnis füreinander, und die surreale Situation gibt Anlass zu interessanter Komik zwischen den Figuren.

 

1992: Charleys Tante von Brandon Thomas

1992 führten wir den Boulevard-Klassiker „Charleys Tante“ auf.
Es war unser erstes richtiges selbstgemachtes Theaterstück außerhalb einer Schul-AG, also gaben wir alles: Wir steckten einen Mann in Frauenkleider und persiflierten alle Typen des Klamauktheaters, die uns einfielen.
Wir haben uns eine Menge Spaß erlaubt, und das hat dem Publikum eine Menge Spaß gemacht.
Und so beschlossen wir, mindestens noch ein zweites Stück zu machen.